100-jähriges Gründungsfest

Am ersten Augustwochenende 2025 feierte die Freiwillige Feuerwehr Fürstberg ihr 100-jähriges Bestehen mit einer Zeltdisco am Freitag und einem Festakt am Sonntag mit benachbarten Wehren und den Ortsvereinen.

Sirenenparty am Freitag Abend

Viel Arbeit hatten die Fürstberger Wehrmänner und ihre Helfer vor sich, um am Freitagabend für die „Sirenenparty“ im Festzelt gerüstet zu sein. Auf der Bühne hatte DJ HudriWudri für Stimmung gesorgt und im Zelt konnten sich die Besucher an vier Bars – eine davon wurde von den Schützen betreut – und an einer Bierinsel vergnügen. Der Vorstand der Fürstberger Wehr Daniel Buchner zeigte sich zufrieden mit dem Besuch, bei dem es so Mancher bis in die frühen Morgenstunden ausgehalten hat.

Festsonntag mit Weißwurstfrühstück

Der offizielle Teil begann am Sonntag ab 9:00 Uhr mit dem Empfang der Vereine und Ehrengäste – das Festbüro war im Feuerwehrhaus aufgebaut, wo die sich anmeldenen Vereine auch das Erinnerungsgeschenk, einen gläsernen „Stiefel“ mit der entsprechenden Widmung erhielten. Nachdem die ersten Vereine von den „Sumpfbibern“ hereingespielt und von der Jubelwehr am Zelteingang empfangen worden waren, konnte sie sich mit einem "Weißwurstfrühstück“ stärken.

Festzug im Trockenen

Alle Wettervorhersagen für den Sonntagvormittag des Feswochenendes standen auf "Regen". Doch der Wettergott hatte ein Einsehen und war gnädig mit dem Jubelverein. So konnte die Aufstellung zum Festzug in der Hartstraße planmäßig erfolgen. Und auch beim darauffolgenden Umzug blieben die 16 Feuerwehren, neun Vereine und sämtliche Ehrengäste vom Regen verschont und bildeten einen für die Zuschauer am Straßenrand imposanten Zug, den man gerne bewunderte.

Sonntag 9.jpgVorstand Daniel Buchner blickte in seinem Grußwort auf die 100-jährige Geschichte der Wehr zurück

Begrüßung durch Vorstand Daniel Buchner

Nach der Rückkehr begrüßte der erste Vorsitzende, Daniel Buchner, alle Anwesenden, unter denen sich auch Landrat Michael Fahmüller, die Bürgermeister Willibald Galleitner (Stubenberg) und Hans Wagmann (Ering), Diakon Andreas Ragaller, von der Feuerwehrinspektion KBR Rene Lippeck, KBI Helmut Niederhauser und KBM Gerold Bauer jun., Ehren-KBR Hans Prex, Ehren-KBM Gerold Bauer sen., Ehrenkommandatn Siegfried Meindl, die Ehrenjungfrauen von 1982, Doris Lindinger und Anita Zimmerer, Barbara Ebertseder (Patenbraut 1982), Sabine Schmidbauer (Patenbraut 1998), Irmgard Meindl (Festdame 2001), die Patenbräute Lea Wieser und Johanna Wagner (2004) sowie einige Gemeinderäte. Er erinnerte in einem kurzen Auszug an die 100-jährige Geschichte der Fürstberger Wehr. Weiter erläuterte Buchner, wie es in der Vorstandschaft zur Entscheidung gekommen war, das Jubelfest in dieser Form zu begehen. Abschließend bedankte er sich bei allen, die zum Gelingen des Festwochenendes ihren Beitrag geleistet hatten.

Würdevolle Andacht in Kurzform

Die "Sumpfbiber" leiteten den Beginn der kurzen Andacht mit Totengedenken im Festzelt ein, indem sie einen Choral zum Bestenten gaben. Diakon Andreas Ragaller war gerne der Einladung des Jubelvereins gefolgt, die Andacht zu zelebrieren. Stille herschte im vollbesetzten Zelt als Ragaller eingehend erläuterte, dass "Retten, löschen, bergen, schützen" nicht nur ein Slogan für Feuerwehrdienst bedeutet, nämlich "Dienst am Nächsten. Einsatz für andere". Würdevoll führte er duch den besinnlichen Teil des Festes und erinnerte die Anwesenden daran, auch den Verstorbenen Mitgliedern stets ein ehrendens Andenken zu erhalten. Während Daniel Buchner die Namen der seit 2000 verstorbenen Mitglieder und Gönner der Wehr verlas, entzündete Kommandant Hans Haider auf der Bühne eine große Kerze mit dem Abbild des Schutzpatrons der Feuerwehr.

Sonntag 7.jpgDiakon Ragaller holte die Gäste während der Andacht mit seinen eingehenden Worten ab und gestaltete das Totengedenken auch im Ambiente des Festzeltes ansprechend und würdevoll.
Sonntag 10.jpgMit einem Geschenkkorb bedankten sich Vorstand Daniel Buchner (l.) und Kommandant Hans Haider (r.) bei Hans Stegner (Mitte) für die neu erstelle Chronik der Wehr

Grußworte zum Jubelfest

In seinem Grußwort nach dem Totengedenken stellte der Bürgermeister der Gemeinde Stubenberg fest: „Heute ist ein besonderer Tag – für die Freiwillige Feuerwehr Fürstberg, für unser ganzes Dorf und für mich persönlich als Bürgermeister. 100 Jahre Feuerwehr – das sind 100 Jahre Mut, Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und Verantwortung für das Gemeinwohl. Euer Einsatz zeigt, was Fürstberg stark macht: Zusammenhalt, Verantwortung, Verlässlichkeit. Und ich will es ganz deutlich sagen: Ohne euch wäre Fürstberg nicht das, was es ist.“

Auch Landrat Michael Fahmüller gratulierte der Wehr zum 100-jährigen Bestehen und überreichte vom Landkreis eine Spende. KBR Rene Lippeck überbrachte die Grüße der Inspektion und würdigte die Leistungen der Fürstberger Wehr und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass er sich bald mit der Führung der Fürstberger Wehr und dem Bürgermeister treffen kann, wenn es um ein neues Feuerwehrhaus und ein neues Fahrzeug geht.

Zum Schluss der Ansprache kamen Vorstand Daniel Buchner und Kommandant Hans Haider noch einmal auf die Bühne und bedankten sich mit einem Geschenkskorb bei Hans Stegner, der anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes eine Chronik erstellt und dafür etwa 200 Fotos zusammengetragen, arrangiert und mit Text versehen hatte. Dies sei eine einmalig schöne Erinnerung an das Jubelfest, waren sich Buchner und Haider einig.

Gemeinsamer Ausklang

Beim anschließenden, gemeinsamen Mittagessen füllte sich das Zelt mit angeregten Gesprächen, ausgelassener Stimmung und Kurzweil. Für eine süße Nachspeise war ebenfalls bestens gesorgt. Viele freiwillige Kuchenbäckerinnen hatten sich eifrig ins Zeug gelegt und eine Vielzahl an Torten, Gebäck und Schmalzgebackenem zum Fest begesteuert, die sich alle Anwesenden ausgiebig schmecken ließen. Dazu spielten die "Sumpfbiber" zünftig auf und die Gäste blieben noch lange zusammen, um das gelungene Festwochendende bis zur letzten Minute zu genießen.

Sonntag 8.jpgJeder Platz war am Festsonntag besetzt, was die Verantwortlichen sehr freute und eindrucksvoll zeigt, dass Jubiläen wie dieses wertgeschätzt werden und Kameradschaft bei uns vereinsübergreifend etwas bedeutet.
Sonntag 11.jpgAuch der in die Jahre gekommene Tragkraftspritzenanhänger (kurz TSA) fand seine neue Bestimmung: Er wurde kurzerhand zu einem individuellen Dekorationsobjekt umfunktioniert.

"Vergelt´s Gott"

An dieser Stelle möchten sich die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Fürstberg bei allen Helfern, tatkräftigen Unterstützern, den vielen helfenden Händen in jeglichen Bereichen - sei es bei der Planung, Vorbereitungen, Durchführung oder den Aufräumarbeiten - von Herzen bedanken: "Ein herzliches Dankeschön an euch alle, ohne euch hätte dieses Fest nicht stattfinden können!"

Chronik zum 100-jährigen Bestehen

Wer es am Festwochenende nicht mehr geschafft hat, sich eine Chronik zu sicher, darf sich gerne über unsere Kontaktdaten bei uns melden.

Alle Fotos von unserem Fest können auf der Homepage unseres Fotografen Gerhard Sigl unter folgendem Link angesehen werden.